Bei einem Spaziergang durch Valletta spürt man sofort die südländische Leichtigkeit, die wir in Nordeuropa manchmal importieren müssen. Die Sonne scheint hier meist, als hätte sie eine Saisonkarte, und der goldene Kalkstein verleiht der Stadt einen warmen Glanz. An jeder Strassenecke wartet eine Geschichte: von der beeindruckenden St. John’s Co-Cathedral bis zu den bunten Balkonen, die wie Bonbonieren über einem hängen.

Die Gemütlichkeit liegt in den kleinen Dingen: in den grüssenden Einheimischen und vielleicht einem Espresso auf einem kleinen Platz zwischen jahrhundertealten Mauern. Wer genau hinschaut, sieht mehr als nur Sehenswürdigkeiten. Man entdeckt Details in Türklopfern, verwitterten Strassenschildern und Schattenspielen in engen Gassen.
Valletta erfordert Neugier und Offenheit für eine andere Kultur, einen anderen Rhythmus, ein bisschen Chaos.