Die Grotte Algar do Carvao auf Terceira

Auf der Azoreninsel Terceira befindet sich die Grotte Algar do Carvao.

Kohlengrotte

Die Algar do Carvao befindet sich im Zentrum der Azoreninsel Terceira inmitten eines Naturschutzgebietes. Diese Kohlengrotte reicht knapp 100 m in die Tiefe.

Entstehung der Algar do Carvao

Der Schlot ist vor etwa 2000 Jahren während eines Ausbruches des Vulkans Pico do Carvao enstanden. Damals floss stetig ein Teil der Lava zurück in die Magmakammer. Dabei erstarrte sie relativ rasch, weshalb sich besondere Kieselformationen – Tropfen und Stalagtiten – an Wänden und Decke bildeten. Ihre leicht rötliche Farbe verdanken diese den dort eingelagerten Eisenoxiden.

Algar do Carvao
Algar do Carvao

Besichtigung

Die Höhle wird von Naturschützern und Forschern betreut, welche vor einigen Jahren einen Zugangstunnel sowie ein Treppensystem mit verschiedenen Plattformen eingerichtet haben.
Daher ist ein Besuch der Höhle auch für Familien mit Kindern unkompliziert und gefahrlos möglich. Der Einstieg erfolgt durch den Kamin.
In einer Tiefe von etwa 90 m trifft man auf einen 15 m tiefen See, der aus Sicker- und Regenwasser gespeist wird. Um die Mittagszeit, wenn das Sonnenlicht weit hinab in den Schlot hineinreicht, bietet die Farbenpracht der Moose und Flechten ein besonderes Schauspiel.
Von April bis Oktober kann die Algar do Carvao täglich in den Nachmittagsstunden besichtigt werden.

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Copyright Bild: Francisco Botelho

Die Festung Castelo de Sao Baptista

Die Portugiesen nutzten die Festung Castelo de Sao Baptista auf der Insel Terceira als Anlaufstelle zur Wasser- und Nahrungsaufnahme.

Eine Festung auf der Insel Terceira

Die strategische Lage der Inselgruppe der Azoren hat dazu geführt, dass die Portugiesen, die sich auf dem Weg nach Brasilien befanden, diese als Anlaufstelle zur Wasser- und Nahrungsaufnahme nutzten. Ausserdem waren damals in dieser Gegend Piraten unterwegs, sodass auch Kriegsschiffe irgendwo stationiert werden mussten.
Man baute auch auf der Insel Terceira Häfen und Festungen.
Die wichtigste Festung befindet sich nahe der Inselhauptstadt Angra do Heroísmo.
Die Hauptstadt ist 1534 gegründet worden und wurde zugleich Bischofssitz. Sie diente als Knotenpunkt für die Schifffahrt zwischen Europa, Indien und Brasilien.

Castelo de Sao Baptista
Die Festung Castelo de Sao Baptista

Die Festung Castelo de Sao Baptista

Hier wurden die Schätze der Eroberer umgeladen, alles im Schutze von der Festung Castelo de Sao Baptista, was auf Deutsch so viel wie das ‚Schloss von St. Johannes des Täufers‘ bedeutet. Entworfen wurde die Festungsanlage von dem italienischen Militärarchitekten Tommaso Benedetto im Jahr 1567. Nach bewegter Geschichte mit mehreren Eroberungen durch die Spanier und Briten wurde die Anlage von einigen Erdbeben heimgesucht. Die Festungsanlage mit Tor und mächtigen Mauern ist grösstenteils sehr gut erhalten und zu besichtigen.

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Columbus und die Azoren

Durch Columbus erwachten die Azoren aus ihrem verschlafenen Dasein.

Der Zufall

Eher zufällig landete Christopher Columbus auf den Azoren. Auf seiner Rückreise von der Entdeckung von Amerika (1493) bzw. von den Inseln, die er damals zu Asien zählte, zwang ihn ein aufkommender Sturm, eine der Inseln anzusteuern. Das war die eigentliche Geburtsstunde der Azoren.

Columbus
Columbus

Stützpunkt für Portugal

Durch die Lage im Atlantik waren diese Inseln hervorragend geeignet, als Anlaufstation für weitere Erkundungsreisen für die ganze Welt.
Und tatsächlich wurde dort insbesondere die Insel Terceira zum wichtigsten Stützpunkt für Portugals Seefahrer auf der Reise nach Brasilien und Indien.
Selbstverständlich wurden dort Truppen stationiert und Befestigungsanlagen erbaut, um gegenüber Piraten und auch den Spaniern gewappnet zu sein.

Columbus

Durch Columbus erwachten die Azoren also aus ihrem verschlafenen Dasein. Heute sind die Bauten aus Zeiten der portugiesischen und auch spanischen Handels- und Eroberungszügen tolle Sehenswürdigkeiten auf den Azoren. Malerische Städte mit schönen Hafenanlagen haben sich entwickelt und sind so ein mittlerweile beliebter Ferienort für Touristen aus aller Welt geworden. Die heimische Flora und Fauna in Verbindung mit dem tollen Klima hilft natürlich enorm dabei.

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